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Nur zu zeigen.
Ich werde nichts Wertvolles entwenden und mir keine geistvollen Formulierungen aneignen. Aber die Lumpen, den Abfall: die will ich nicht inventarisieren sondern sie auf die einzig mögliche Weise zu ihrem Rechte kommen lassen: sie verwenden.
Straßen sind die Wohnung des Kollektivs. Das Kollektiv ist ein ewig unruhiges, ewig bewegtes Wesen, das zwischen Häuserwanden soviel erlebt, erfährt, erkennt und ersinnt wie Individuen im Schutze ihrer vier Wände. Diesem Kollektiv sind die glänzenden emaillierten Firmenschilder so gut und besser ein Wandschmuck wie im Salon dem Bürger ein Ölgemälde, Mauern mit der »Défense d‘afficher« sind sein Schreibpult, Zeitungskioske seine Bibliotheken, Briefkästen seine Bronzen, Bänke sein Schlafzimmermobiliar und (die) Café-Terrasse der Erker, von dem er auf sein Hauswesen heruntersieht. Wo am Gitter Asphaltarbeiter den Rock hängen haben, da ist das Vestibül und die Torfahrt, die aus der Flucht der Höfe ins Freie leitet, der lange Korridor, der den Bürger schreckt, ihnen der Zugang in die Kammern der Stadt. Von ihnen war die Passage der Salon. Mehr als an jeder andern Stelle gibt die Straße sich in ihr als das möblierte ausgewohnte Interieur der Massen zu erkennen.
Diese Hunderttausende von allen Klassen und aus allen Ständen, die sich da an einander vorbeidrängen, sind sie nicht Alle Menschen, mit denselben Eigenschaften und Fähigkeiten, und mit demselben Interesse, glücklich zu werden?
Und haben sie nicht Alle ihr Glück am Ende doch durch ein und dieselben Mittel und Wege zu erstreben?
Und doch rennen sie an einander vorüber, als ob sie gar Nichts gemein, gar Nichts mit einander zu thun hätten, und doch ist die einzige Uebereinkunft zwischen ihnen die stillschweigende, daß Jeder sich auf der Seite des Trottoirs hält, die ihm rechts liegt, damit die beiden an einander vorbeischießenden Strömungen des Gedränges sich nicht gegenseitig aufhalten; und doch fällt es Keinem ein, die Andern auch nur eines Blickes zu würdigen.
Die brutale Gleichgültigkeit, die gefühllose Isolirung jedes Einzelnen auf seine Privatinteressen tritt um so widerwärtiger und verletzender hervor, je mehr dieser Einzelnen auf den kleinen Raum zusammengedrängt sind; und wenn wir auch wissen, daß diese Isolirung des Einzelnen, diese bornirte Selbstsucht überall das Grundprinzip unserer heutigen Gesellschaft ist, so tritt sie doch nirgends so schamlos unverhüllt, so selbstbewußt auf, als gerade hier in dem Gewühl der großen Stadt.
When you‘re lonely and tired of the city
Remember it‘s a flower made out of clay
The city
Where everything seems hunky dory
And if you‘re sitting alone in self pity
Remember, you‘re just one more person
Who’s living there
I sit still with lightning for a head
I sleep like a rock with spiders in my bed
I eat the dirt to learn about the land
I wave goodbye with nothing for a hand
And I breathe in terror for oxygen
I swear I‘m sitting at a bus stop next to a demon
Then I breathe out nothing of consequence
I do it again, until I can manage a greeting
And it‘s very unfortunate that we just can‘t run from anything, because if we could, I think I would run from this
And it‘s very unfortunate that we can‘t really make each other feel better, because if we could, then I‘d give you a kiss and that would be it
Und so schweb‘ ich durch die Stadt,
vorbei an Burgen aus Beton
Schwarze Silhouetten starren
schweigend, rauchend vom Balkon
Geister tanzen durch die Brachen,
durch die Ödnis vor‘m IKEA
Birken glitzern durch die Büsche,
denn die Wälder kommen näher
Keine Menschen, dafür Füchse,
Rehe trinken aus der Pfütze
Es donnert leise in der Ferne,
aber nie löst sich die Hitze
I‘m all tuned in, I see all the programs
I save coupons from packets of tea
I‘ve got my giant hit, discotheque album
I empty a bottle, I feel a bit free
The kids in halls and the pipes in the walls
Making noises for company
Long distance callers make long distance calls
And the silence makes me lonely
Ebenso sinnlos kann es sein, eine besondere Lebensweise, eine Religion, eine Philosophie besser oder höher oder wahrer zu nennen als eine andere. Da die Zwecke nicht mehr im Licht der Vernunft bestimmt werden, ist es auch unmöglich zu sagen, daß ein ökonomisches oder politisches System, wie grausam und despotisch es auch sei, weniger vernünftig ist als ein anderes. Nach der formalisierten Vernunft sind Despotismus, Grausamkeit, Unterdrückung nicht an sich schlecht; keine vernünftige Instanz würde ein Urteil gegen die Diktatur gutheißen, wenn ihre Wortführer Aussicht hätten, von dieser zu profitieren. Redeweisen wie die Würde des Menschen implizieren entweder ein dialektisches Fortschreiten, bei dem die Idee des göttlichen Rechts aufbewahrt und transzendiert wird, oder werden zu abgegriffenen Parolen, deren Leere sich offenbart, sobald jemand ihrer spezifischen Bedeutung nachfragt. Ihr Leben hängt sozusagen von unbewußten Erinnerungen ab. Selbst wenn eine Gruppe von aufgeklärten Menschen sich anschickte, das größte vorstellbare Übel zu bekämpfen, würde die subjektive Vernunft es fast unmöglich machen, einfach auf die Natur des Übels und die Natur der Menschheit zu verweisen, die den Kampf gebieterisch fordern. Viele würden sofort fragen, was die wirklichen Motive sind. Es müßte versichert werden, daß die Gründe realistisch sind, das heißt den persönlichen Interessen entsprechen, obgleich diese für die Masse des Volkes schwerer zu erfassen sein mögen als der stumme Appell der Situation selbst.a
Ich hab manchmal das Gefühl ein Hochstapler zu sein
Ich weiß nicht genau warum
Es ist wie ein Schwert das über mir schwebt
Ein Gerücht, eine Andeutung
Mir wird oft schlagartig klar was für ein Schwindler ich war
Schon viele tausend mal
Es kommt zu mir wie ein Geräusch an der Tür
Ein Lichtstrahl im Kinosaal
Ich renne lieber als dass ich stehe
Weil ich höre wie mein Herz dann schlägt
Ich hab Angst dass ich sonst untergehe
Oder dass man mich begräbt
Errichtet auf Sand
Imperium, Imperium
Wie Rom, wie Byzanz
Imperium, Imperium
Alles vergeht
Imperium, Imperium
Die Videothek
Imperium, Imperium
Dreißig Jahre später,
Stadt aus Brachen und Brettern
Weicht Kulissen für Zalando,
Alle Kanten geglättet
I‘m growing old in rooms full of kids with unruly haircuts
Bus driver
Ambulance man
The ticket inspector
I don‘t understand
Auschwitz lebt immer noch fort, nicht in der Erinnerung, wohl aber in den vielfältigen Leistungen des Menschen - den Raumflügen, den Raketen und raketengesteuerten Geschossen, dem »labyrinthischen Erdgeschoß unter der Imbißhalle«, den hübschen elektronischen Fabriken, sauber, hygienisch und mit Blumenbeeten, dem Giftgas, das den Menschen in Wirklichkeit gar nicht schadet, dem Geheimnis, in das wir alle eingeweiht sind. So sieht das Gefüge aus, in dem die großen menschlichen Errungenschaften in Naturwissenschaft, Medizin und Technik statthaben; die Anstrengungen, das Leben zu retten und zu verbessern, sind das einzige Versprechen im Unheil.
Lohnend wäre, einzelne präzise Züge zur Physiognomik des Stadtbewohners ausfindig zu machen. Beispiel: der Bürgersteig, der dem Fußgänger vorbehalten ist, läuft am Fahrdamm entlang. So hat der Stadtbewohner unterwegs bei seinen alltäglichsten Geschäften, wenn er zu Fuß ist, ununterbrochen das Bild des Konkurrenten vor Augen, der im Wagen ihn überholt. - Die Bürgersteige wurden gewiß im Interesse derer angelegt, die zu Wagen oder zu Pferde waren.
Wann?
Wetten, dass der Sonntag
wie jeder andere Sonntag wird
An dem ich durch die Hood spazier‘
Hoff‘, dass vielleicht was passiert
Vielleicht ein Penner, der mich anspricht
Vielleicht ein Banger,
der dem anderen Banger seine Hand bricht
Vielleicht ein Verrückter, ein alter Mann im Rock
Vielleicht ein toter Rabe,
in dem Kinder stochern mit nem Stock
Aber nichts passiert,
die Sonne geht aus, der Rabe bleibt liegen
Die Kids gehen nach Haus‘, jemand sagt:
Sei cool, später denkst du gern an diese Zeit,
deine Sternstunde der Bedeutungslosigkeit“
I heard the people who live on the ceiling
Scream and fight, most scarily
Hearing that noise was my first ever feeling
That‘s how it‘s been, all around me
I‘m all lost in the supermarket
I can no longer shop happily
I came in here for the special offer
Guaranteed personality
Nirgends zuvor hatte Maggy bei den kurzen Blicken in die Pkws so viel Hass der Menschen auf sich selber gesehen.
Einen so starken Willen, für das Vaterland und die Automobilindustrie zu sterben.
Die Grausamkeit der meisten Menschen ist Phantasielosigkeit und ihre Brutalität Ignoranz.
Auf ihrer fortgeschrittensten Stufe fungiert Herrschaft als Verwaltung, und in den überentwickelten Bereichen des Massen-konsums wird das verwaltete Leben das gute Leben des Ganzen, zu dessen Verteidigung die Gegensätze vereinigt werden. Das ist die reine Form der Herrschaft. Umgekehrt erscheint ihre Negation als die reine Form der Negation. Aller Inhalt scheint auf die eine abstrakte Forderung nach dem Ende der Herrschaft reduziert - das einzige wahrhaft revolutionäre Erfordernis und das Ereignis, das die Errungenschaften der industriellen Zivilisation bestätigen würde. Angesichts ihrer wirksamen abschlägigen Beantwortung durch das bestehende System erscheint diese Negation in der politisch ohnmächtigen Form der »absoluten Weigerung« - eine Weigerung, die um so unvernünftiger erscheint, je mehr das bestehende System seine Produktivität entwickelt und die Last des Lebens erleichtert.
Aus der Haustür treten, als sei man gerade aus einem fremden Land angekommen; die Welt entdecken, in der man bereits lebt; den Tag so beginnen, als sei man gerade vom Schiff aus Singapur gestiegen und habe noch nie seine eigene Fußmatte oder die Leute auf dem Treppenabsatz gesehen ... es ist dies, was die menschliche Natur vor dir enthüllt, unbekannt bis zu diesem Augenblick.





















































































































































